Einführung Physiklabor

Modul 1: Protokollführung

Aufbau und Inhalt der Dokumentation im Physiklabor

Skript: Kap. 3.1–3.3, S. 4–6 (PDF öffnen)

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Schritt 1: Warum eine Ausarbeitung?

Sinn und Zweck

Die Versuchsdokumentation besteht aus zwei Teilen: der Ausarbeitung und dem Versuchsprotokoll (das als Anlage beigefügt wird).

Die Ausarbeitung hat die Aufgabe, das gesamte Experiment von der Fragestellung über die Durchführung bis hin zur Auswertung dokumentarisch festzuhalten. Sie muss von einer fremden, mit der Materie vertrauten Person gelesen und verstanden werden können und diese prinzipiell in die Lage versetzen, das Experiment jederzeit zu wiederholen.

Das Versuchsprotokoll wird dagegen während des Versuchs handschriftlich geführt und enthält die originalen Messwerte und Beobachtungen.

TippGute Ausarbeitungen ...

  • ... ermöglichen die vollständige Reproduzierbarkeit des Experiments
  • ... dokumentieren auch unerwartete Beobachtungen und Probleme
  • ... enthalten eine kritische Diskussion der Ergebnisse
  • ... enthalten das handschriftliche Versuchsprotokoll als Anlage

Übung: Zweck der Ausarbeitung

Was ist die wichtigste Anforderung an eine Ausarbeitung?

Modul 2: Messfehler und ihre Klassifizierung

Systematische vs. zufällige Fehler, absolute und relative Fehlerangaben

Skript: Kap. 4.1, S. 7–9 (PDF öffnen)

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Schritt 1: Warum haben Messungen Fehler?

Grundprinzip

Für jede messbare Größe existiert ein wahrer Wert. Es ist allerdings prinzipiell unmöglich, diesen mit Messungen exakt zu bestimmen. Jede Messung ist mit einem Messfehler behaftet. Das Ziel einer Messung ist daher, einen Schätzwert zusammen mit einer Messunsicherheit anzugeben, die einen Wertebereich für den wahren Wert definiert.

Wichtig: Präziser ist nicht immer besser!

Beispiel Elementarladung (Literaturwert: \(e = 1{,}602 \cdot 10^{-19}\,\text{C}\)):

  • Messung 1: \(e = (1{,}7 \pm 0{,}1) \cdot 10^{-19}\,\text{C}\) → konsistent mit Literaturwert
  • Messung 2: \(e = (1{,}62 \pm 0{,}01) \cdot 10^{-19}\,\text{C}\) → präziser, aber nicht konsistent!

Ein Messergebnis ist nur dann aussagekräftig, wenn die angegebene Unsicherheit realistisch ist. Eine zu kleine Unsicherheit täuscht eine Genauigkeit vor, die gar nicht erreicht wurde.

Modul 3: Rechengenauigkeit

Warum Zwischenergebnisse nicht gerundet werden dürfen

Maschinengenau rechnen — erst am Ende runden

Ein häufiger Fehler in der Auswertung von Laborversuchen: Zwischenergebnisse werden auf wenige Nachkommastellen gerundet, bevor sie in die nächste Berechnung einfließen. Dabei gehen bei jedem Rundungsschritt Informationen verloren, und die Rundungsfehler können sich aufaddieren — das Endergebnis weicht dann deutlich vom korrekten Wert ab.

Regel

Rechnen Sie in allen Zwischenschritten stets mit der vollen Genauigkeit Ihres Taschenrechners oder Computers (maschinengenau). Runden Sie erst das Endergebnis auf eine sinnvolle Stellenzahl.

TippBeispiel

Sie messen drei Längen und berechnen daraus eine Fläche:

  • Falsch: Jede Länge einzeln auf 2 Stellen runden, dann multiplizieren — der Fehler im Ergebnis kann eine ganze Größenordnung betragen.
  • Richtig: Alle Längen mit voller Genauigkeit in die Formel einsetzen, das Ergebnis am Ende passend runden.

Übung: Auswirkung von Zwischenrundungen

Berechnen Sie die Differenzfläche zweier Quadrate: \(\Delta A = a^2 - b^2\) mit \(a = 6{,}92\,\text{cm}\) und \(b = 6{,}68\,\text{cm}\).

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Schritt 1: Maschinengenau rechnen

Rechnen Sie mit voller Genauigkeit und runden Sie erst das Endergebnis auf 2 Nachkommastellen.

\(\Delta A\) = cm²

Modul 4: Statistische Kennzahlen von Messreihen

Mittelwert, Standardabweichung und mittlerer Fehler interaktiv berechnen

Skript: Kap. 4.2, S. 10 (PDF öffnen)

Warum statistische Auswertung?

Wiederholt man eine Messung mehrfach, erhält man aufgrund zufälliger Fehler leicht unterschiedliche Werte. Ein einzelner Messwert ist daher wenig aussagekräftig. Die statistische Auswertung liefert zwei entscheidende Informationen: den besten Schätzwert für die gesuchte Größe und eine Angabe zur Unsicherheit dieses Schätzwerts.

Die vier Kennzahlen

i) Mittelwert — der beste Schätzwert für den wahren Wert. Je mehr Messungen, desto zuverlässiger:

$$ \bar{x} = \frac{1}{n} \sum_{i=1}^{n} x_i $$

ii) Abweichungen — zeigen, wie weit jeder Messwert vom Mittelwert entfernt liegt. Die Summe aller Abweichungen muss exakt Null ergeben (wichtige Rechenkontrolle!):

$$ \delta_i = x_i - \bar{x} \qquad \text{(Kontrolle: } \sum \delta_i = 0\text{)} $$

iii) Standardabweichung — ein Maß für die Streuung der Einzelmessungen. Sie beschreibt, wie stark die Messwerte typischerweise vom Mittelwert abweichen. Der Faktor \(\frac{1}{n-1}\) (statt \(\frac{1}{n}\)) korrigiert eine systematische Unterschätzung bei kleinen Stichproben:

$$ s_x = \sqrt{\frac{1}{n-1} \sum_{i=1}^{n} (x_i - \bar{x})^2} $$

iv) Mittlerer Fehler des Mittelwerts — die eigentliche Messunsicherheit. Er gibt an, wie genau der Mittelwert den wahren Wert schätzt. Je mehr Messungen (\(n\)) durchgeführt werden, desto kleiner wird der mittlere Fehler — die Unsicherheit sinkt proportional zu \(\frac{1}{\sqrt{n}}\):

$$ \Delta x = \frac{s_x}{\sqrt{n}} $$

Ergebnis: Das Messergebnis wird immer als Mittelwert mit Unsicherheit angegeben:

$$ x = \bar{x} \pm \Delta x $$

Übung: Messreihe auswerten

Die Höhe h eines Holzquaders wurde 12 Mal gemessen (Werte in cm). Geben Sie die Messwerte ein und berechnen Sie die statistischen Kennzahlen Schritt für Schritt.

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Schritt 1: Mittelwert berechnen

Der Mittelwert ist der beste Schätzwert für den wahren Wert der gemessenen Größe. Addieren Sie alle 12 Messwerte und teilen Sie durch die Anzahl.

Berechnen Sie den Mittelwert (auf 3 Nachkommastellen runden):

\(\bar{x}\) = cm

Modul 5: Fehlerfortpflanzung

Das Gaußsche Fehlerfortpflanzungsgesetz anwenden

Skript: Kap. 4.3, S. 10–15 (PDF öffnen)

Warum Fehlerfortpflanzung?

In Modul 3 haben Sie gelernt, wie man die Unsicherheit einer direkt gemessenen Größe bestimmt. Oft interessiert aber eine berechnete Größe, die von mehreren Messwerten abhängt — etwa eine Fläche aus Länge und Höhe, oder eine Geschwindigkeit aus Strecke und Zeit. Jeder einzelne Messwert bringt seine eigene Unsicherheit mit. Die Fehlerfortpflanzung beantwortet die zentrale Frage: Wie groß ist die Unsicherheit des Endergebnisses, wenn die Eingangsgrößen fehlerbehaftet sind?

Vorgehen in drei Schritten

Für eine zusammengesetzte Größe \(X = f(X_1, X_2, \ldots, X_k)\) wird die Unsicherheit in drei Schritten bestimmt. Voraussetzung: Jede Eingangsgröße wurde mehrfach gemessen und statistisch ausgewertet (Modul 3) — Sie kennen also bereits den Mittelwert \(\bar{x}_j\) und die Unsicherheit \(\Delta x_j\) jeder einzelnen Messgröße.

  1. Bester Schätzwert: Die Mittelwerte der Einzelgrößen in die Formel einsetzen — das ergibt den besten Schätzwert für das Ergebnis
  2. Partielle Ableitungen: Die Formel nach jeder fehlerbehafteten Variablen ableiten (alle anderen als Konstanten behandeln). Diese Ableitungen zeigen, welche Messgröße den größten Einfluss auf den Gesamtfehler hat.
  3. Unsicherheit berechnen: Die partiellen Ableitungen (ausgewertet an den Mittelwerten) und die Einzelunsicherheiten in das Fehlerfortpflanzungsgesetz einsetzen

Gaußsches Fehlerfortpflanzungsgesetz

Durchgängiges Beispiel: Die Geschwindigkeit \(v = \frac{s}{t}\) soll aus Strecke \(s\) und Zeit \(t\) bestimmt werden. Beide wurden mehrfach gemessen:
\(\bar{s} = 2{,}00\,\text{m}\), \(\Delta s = 0{,}02\,\text{m}\), \(\bar{t} = 0{,}50\,\text{s}\), \(\Delta t = 0{,}01\,\text{s}\).

Schritt 1 — Bester Schätzwert: Jede Eingangsgröße wurde mehrfach gemessen. Aus den Messreihen kennen Sie die Mittelwerte \(\bar{x}_1, \bar{x}_2, \ldots\) und die Unsicherheiten \(\Delta x_1, \Delta x_2, \ldots\) (aus Modul 3). Den besten Schätzwert für das Ergebnis erhalten Sie, indem Sie die Mittelwerte in die Formel einsetzen:

$$ \bar{X} = f(\bar{x}_1, \bar{x}_2, \ldots, \bar{x}_k) $$

\(\bar{v} = \frac{\bar{s}}{\bar{t}} = \frac{2{,}00\,\text{m}}{0{,}50\,\text{s}} = 4{,}00\,\frac{\text{m}}{\text{s}}\)

Schritt 2 — Partielle Ableitungen: Die Formel nach jeder Eingangsgröße ableiten. Die partiellen Ableitungen \(\frac{\partial f}{\partial x_j}\) wirken als Gewichtungsfaktoren — sie geben an, wie empfindlich das Ergebnis auf eine Änderung der jeweiligen Eingangsgröße reagiert:

$$ \frac{\partial f}{\partial x_1}, \quad \frac{\partial f}{\partial x_2}, \quad \ldots, \quad \frac{\partial f}{\partial x_k} $$

\(\dfrac{\partial v}{\partial s} = \dfrac{1}{t} = \dfrac{1}{0{,}50\,\text{s}} = 2{,}00\,\text{s}^{-1}\)

\(\dfrac{\partial v}{\partial t} = -\dfrac{s}{t^2} = -\dfrac{2{,}00\,\text{m}}{(0{,}50\,\text{s})^2} = -8{,}00\,\dfrac{\text{m}}{\text{s}^2}\)

Schritt 3 — Unsicherheit berechnen: Je nachdem ob die Einzelfehler zufällig oder systematisch sind, gibt es zwei Varianten:

Statistischer Fehler — die Fehler sind zufällig und unabhängig, daher addieren sich die Beiträge quadratisch. Der Gesamtfehler wird kleiner als die Summe der Einzelbeiträge, weil sich zufällige Abweichungen teilweise kompensieren:

$$ \Delta x = \sqrt{\sum_{j=1}^{k} \left(\frac{\partial f}{\partial x_j} \cdot \Delta x_j\right)^2} $$
\(\Delta v = \sqrt{\left(\frac{\partial v}{\partial s} \cdot \Delta s\right)^2 + \left(\frac{\partial v}{\partial t} \cdot \Delta t\right)^2} = \sqrt{(2{,}00\,\text{s}^{-1} \cdot 0{,}02\,\text{m})^2 + (-8{,}00\,\frac{\text{m}}{\text{s}^2} \cdot 0{,}01\,\text{s})^2}\)

\(\phantom{\Delta v} = \sqrt{0{,}0016\,\frac{\text{m}^2}{\text{s}^2} + 0{,}0064\,\frac{\text{m}^2}{\text{s}^2}} = 0{,}09\,\frac{\text{m}}{\text{s}}\)

Systematischer Fehler — die Fehler wirken in dieselbe Richtung (worst case), die Beträge addieren sich direkt. Dies ergibt die maximal mögliche Abweichung:

$$ \Delta x = \sum_{j=1}^{k} \left|\frac{\partial f}{\partial x_j}\right| \cdot \Delta x_j $$
\(\Delta v = \left|\frac{\partial v}{\partial s}\right| \cdot \Delta s + \left|\frac{\partial v}{\partial t}\right| \cdot \Delta t = |2{,}00\,\text{s}^{-1}| \cdot 0{,}02\,\text{m} + |-8{,}00\,\frac{\text{m}}{\text{s}^2}| \cdot 0{,}01\,\text{s}\)

\(\phantom{\Delta v} = 0{,}04\,\frac{\text{m}}{\text{s}} + 0{,}08\,\frac{\text{m}}{\text{s}} = 0{,}12\,\frac{\text{m}}{\text{s}}\)
Ergebnis: \(v = (4{,}00 \pm 0{,}09)\,\frac{\text{m}}{\text{s}}\) (statistisch)   bzw.   \(v = (4{,}00 \pm 0{,}12)\,\frac{\text{m}}{\text{s}}\) (systematisch)

Übung: Seitenfläche eines Holzquaders

Die Seitenfläche A eines Quaders berechnet sich aus Länge l und Höhe h: \(A = l \cdot h\). Beide Größen wurden mehrfach gemessen und statistisch ausgewertet (wie in Modul 4). Bestimmen Sie nun den besten Schätzwert für die Fläche und deren Unsicherheit mithilfe der Fehlerfortpflanzung.

Gegeben (Ergebnisse der statistischen Auswertung aus den Messreihen von \(l\) und \(h\)):

\(\bar{l} = 7.55\,\text{cm}\),   \(\Delta l = 0.07\,\text{cm}\)   (Mittelwert und Unsicherheit der Längenmessungen)

\(\bar{h} = 4.7\,\text{cm}\),   \(\Delta h = 0.04\,\text{cm}\)   (Mittelwert und Unsicherheit der Höhenmessungen)

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Schritt 1: Bester Schätzwert der Seitenfläche (auf 2 Nachkommastellen)

Den besten Schätzwert für die Fläche erhalten Sie, indem Sie die Mittelwerte von \(l\) und \(h\) in die Formel einsetzen. Da \(A = l \cdot h\), berechnen Sie \(\bar{A} = \bar{l} \cdot \bar{h}\).

\(\bar{A} = \bar{l} \cdot \bar{h}\) = cm²

Modul 6: Lineare Regression

Methode der kleinsten Fehlerquadrate interaktiv erleben

Skript: Kap. 4.4, S. 16–18 (PDF öffnen)

Prinzip

Häufig besteht zwischen zwei Messgrößen ein linearer Zusammenhang: \(y = m \cdot x + b\). Durch Messfehler liegen die Messpunkte nicht exakt auf einer Geraden. Die lineare Regression bestimmt diejenige Gerade, die die Summe der quadratischen Abweichungen aller Messpunkte minimiert.

Güte der Anpassung

Der Regressionskoeffizient \(R\) liegt im Bereich \(-1 \le R \le 1\). Je näher \(R\) an 1 oder \(-1\) liegt, desto besser beschreibt eine Gerade die Messdaten. \(R^2\) nahe 1 bedeutet eine sehr gute lineare Anpassung.

Regressionsparameter

Steigung — gibt an, wie stark sich \(y\) pro Einheit \(x\) ändert:

$$ m = \frac{n \sum x_i y_i \;-\; \sum x_i \cdot \sum y_i}{n \sum x_i^2 \;-\; \left(\sum x_i\right)^2} $$

Achsenabschnitt — der \(y\)-Wert bei \(x = 0\):

$$ b = \frac{\sum x_i^2 \cdot \sum y_i \;-\; \sum x_i \cdot \sum x_i y_i}{n \sum x_i^2 \;-\; \left(\sum x_i\right)^2} $$

Bestimmtheitsmaß — beschreibt, wie gut die Gerade die Messdaten abbildet. \(R^2 = 1\) bedeutet perfekte lineare Übereinstimmung:

$$ R^2 = \frac{\left(n \sum x_i y_i - \sum x_i \cdot \sum y_i\right)^2}{\left(n \sum x_i^2 - \left(\sum x_i\right)^2\right) \cdot \left(n \sum y_i^2 - \left(\sum y_i\right)^2\right)} $$

Unsicherheiten der Regressionsparameter

Für die zugehörigen Fehler der Regressionsparameter gilt:

Unsicherheit der Steigung \(\Delta m\):

$$ (\Delta m)^2 = \frac{n}{n-2} \cdot \frac{\sum y_i^2 - m \cdot \sum x_i y_i - b \cdot \sum y_i}{n \sum x_i^2 - \left(\sum x_i\right)^2} $$

Unsicherheit des Achsenabschnitts \(\Delta b\):

$$ (\Delta b)^2 = \frac{\sum x_i^2}{n} \cdot (\Delta m)^2 $$

Übung: Lineare Regression von Hand berechnen

Berechnen Sie für den folgenden Datensatz (\(n = 5\)) die Steigung \(m\), den Achsenabschnitt \(b\), deren Unsicherheiten \(\Delta m\) und \(\Delta b\) sowie das Bestimmtheitsmaß \(R^2\) von Hand.

Nr.\(x_i\)\(y_i\)
112,1
223,9
335,5
447,2
559,1
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4

Schritt 1: Zwischensummen berechnen

Addieren Sie die Werte spaltenweise auf. Diese Summen werden für alle weiteren Berechnungen benötigt.

\(\sum x_i\) =
\(\sum y_i\) =
\(\sum x_i y_i\) =
\(\sum x_i^2\) =
\(\sum y_i^2\) =

Modul 7: Nichtlineare Zusammenhänge linearisieren

Variablensubstitution für die lineare Regression

Skript: Kap. 4.4.1, S. 19 (PDF öffnen)

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Schritt 1: Warum linearisieren?

Das Problem

Die lineare Regression aus Modul 5 funktioniert nur für Zusammenhänge der Form \(y = m \cdot x + b\). Viele physikalische Gesetze sind aber nichtlinear — sie enthalten Quadrate, Wurzeln, Exponentialfunktionen oder Potenzen. Würde man die Messdaten direkt auftragen, könnte man keine Regressionsgerade berechnen.

Die Lösung: Durch geschickte Variablensubstitution bringt man den Zusammenhang in eine lineare Form. Dann lässt sich die Regression anwenden, und aus Steigung und Achsenabschnitt können die gesuchten physikalischen Größen berechnet werden.

Die drei wichtigsten Typen

TypZusammenhangSubstitutionLineare Form
Quadratisch\(y = a \cdot x^2 + b\)\(u = x^2\)\(y = a \cdot u + b\)
Exponentiell\(y = a \cdot e^{b x}\)\(\ln\) beider Seiten\(\ln(y) = bx + \ln(a)\)
Potenzgesetz\(y = a \cdot x^b\)\(\ln\) beider Seiten\(\ln(y) = b\cdot\ln(x) + \ln(a)\)

TippVorgehen bei der Linearisierung

Sobald Sie eine nichtlineare Formel für die Regression verwenden sollen, gehen Sie so vor:

  1. Wie lautet der theoretische Zusammenhang?
  2. Welchem Typ entspricht er (quadratisch, exponentiell, Potenz)?
  3. Welche Größe kommt auf die x-Achse, welche auf die y-Achse?
  4. Was bedeuten Steigung und Achsenabschnitt physikalisch?

Modul 8: Protokoll erstellen

Überprüfen Sie Ihren Fortschritt und exportieren Sie Ihr PDF-Protokoll

Skript: Kap. 5, S. 20–24 (PDF öffnen)

Modulübersicht

Hier sehen Sie den aktuellen Status aller Module. Schließen Sie alle Module ab, um das vollständige Protokoll zu erhalten.

Modul Status
1. Protokollführung
2. Messfehler
3. Rechengenauigkeit
4. Statistische Kennzahlen
5. Fehlerfortpflanzung
6. Lineare Regression
7. Linearisierung

PDF-Protokoll exportieren

Das Protokoll enthält Ihren Namen, die abgeschlossenen Module und Ihre berechneten Ergebnisse.