Fünf allgemeine Bausteine, die jede Ingenieur-Berechnung braucht — einlesen, rechnen, Konstanten & Einheiten führen, runden & ausgeben, einordnen. Jede Programmieraufgabe greift einen oder mehrere davon auf.

Grundlage 1 — Eingabe & Umwandlung

Messwerte zur Laufzeit einlesen statt fest im Code zu stehen.

Was macht input()?

input() liest eine Zeile als Text (str). Für Berechnungen wandelst du den Text in eine Zahl um — mit float() (Kommazahl) oder int() (Ganzzahl). float() versteht auch die wissenschaftliche Schreibweise (1e-6 = 0.000001):

alter   = int(input())      # "20"   -> 20      (Ganzzahl)
groesse = float(input())    # "1.75" -> 1.75    (Kommazahl)
nu      = float(input())    # "1e-6" -> 1e-06   (wiss. Schreibweise)

Jeder Aufruf von input() liest die nächste Zeile. Mehrere Werte liest du mit mehreren input()-Aufrufen nacheinander ein — die Reihenfolge bestimmt, welcher Wert in welche Variable kommt.

TippIn der Aufgabe

In der Programmieraufgabe gibt es kein Tastatur-Fenster: die Prüfung speist die Eingaben automatisch ein und vergleicht deine Ausgabe. Deshalb hat die Aufgabe nur den Knopf „Code prüfen" — du musst nichts selbst eintippen.

Grundlage 2 — Mit Größen rechnen

Eine Formel als Python-Ausdruck schreiben — Operatoren, Punkt-vor-Strich, Klammern.

Rechenzeichen und Klammern

Eine Formel übersetzt du Zeichen für Zeichen in einen Python-Ausdruck: das Malzeichen „·" wird zu *, der Bruchstrich zu /, „hoch" zu **. Es gilt Punkt vor Strich wie in der Mathematik.

Mit Klammern erzwingst du die Reihenfolge — wichtig, sobald ein zusammengesetzter Nenner oder ein geklammerter Zähler im Spiel ist:

# Geschwindigkeit:  v = s / t
v = weg / zeit           # Bruchstrich wird zu /

# Klammern steuern die Reihenfolge:
x / (a + b)              # teilt durch die SUMME (a + b)
x / a + b                # teilt nur x durch a, dann + b   ← meist falsch

Beispiel 2.1 — Geschwindigkeit v = s / t

Python wird geladen…
Ausgabe

    

Grundlage 3 — Konstanten & Einheiten

Feste Werte im Code anlegen und eine Einheit mit ausgeben.

Feste Werte als Konstanten im Code

Nicht jeder Wert wird eingelesen: physikalische Konstanten (z. B. die Erdbeschleunigung g oder die Dichte ρ) legst du direkt im Code als benannte Variable an. Das Dezimaltrennzeichen ist der Punkt9.81, niemals 9,81 (mit Komma liest Python zwei getrennte Werte).

g = 9.81          # Erdbeschleunigung in m/s², Punkt als Dezimaltrennzeichen
masse = 2.0
gewichtskraft = masse * g

Eine Einheit mit ausgeben

Eine Einheit hängst du als weiteres Text-Argument an print() an. print(...) setzt zwischen je zwei Argumenten genau ein Leerzeichen:

print("Gewichtskraft:", round(gewichtskraft, 1), "N")
# -> Gewichtskraft: 19.6 N

Beispiel 3.1 — Konstante und Einheit

Python wird geladen…
Ausgabe

    

Grundlage 4 — Runden & exakte Ausgabe

Auf eine feste Stellenzahl runden und das Format exakt treffen.

round() — auf Nachkommastellen runden

Rechenergebnisse haben oft viele Nachkommastellen. round(wert, n) rundet auf n Stellen — gut sichtbar, wenn das Ergebnis vorher „krumm" ist:

round(10/3, 2)      # 3.3333… wird zu 3.33
round(2.71828, 2)   # wird zu 2.72

print("Text:", wert) setzt automatisch genau ein Leerzeichen zwischen Text und Wert.

Beispiel 4.1 — Runden und ausgeben

Python wird geladen…
Ausgabe

    

WichtigGenau die geforderten Zeilen

Die Programmieraufgaben vergleichen die Ausgabe Zeichen für Zeichen. Gib genau die geforderten Zeilen aus — meist eine, manchmal aber auch mehrere — und keine zusätzlichen darüber hinaus. Mehrere Zeilen erzeugst du mit mehreren print()-Aufrufen:

print("Zeile 1:", 1.0)
print("Zeile 2:", 2.0)

Achte auf die exakte Schreibweise von Beschriftung, Doppelpunkt und Nachkommastellen.

Grundlage 5 — Werte einordnen

Eine berechnete Zahl mit if/elif/else in Bereiche einteilen.

Fallunterscheidung mit if/elif/else

Oft soll ein berechneter Wert nicht nur ausgegeben, sondern auch bewertet werden — in welchen Bereich fällt er? Dafür vergleichst du ihn mit Grenzen (<, >= …) und leitest per if/elif/else eine Text-Variable ab. Die Reihenfolge zählt: prüfe zuerst die kleinste Grenze.

if wert < 10:
    bereich = "klein"
elif wert < 100:
    bereich = "mittel"
else:
    bereich = "gross"

Beispiel 5.1 — In Bereiche einordnen

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Ausgabe

    

TippErgebnis doppelt nutzen

Dasselbe Zwischenergebnis kannst du sowohl ausgeben als auch für die Einordnung verwenden — erst rechnen, dann mit if/elif/else einsortieren. Tiefer steigt das eigene Modul „if/elif/else" ein.

Quellen & weiterführende Literatur

Wo das hier vermittelte Wissen offiziell dokumentiert ist.

Offizielle Python-Dokumentation

Tutorials & Lehrbücher

  • Real Python — Basic Input and Output in Python: realpython.com/python-input-output
  • Theis, Thomas: Einstieg in Python. 7. Auflage, Rheinwerk Verlag, 2023.
  • Klein, Bernd: Einführung in Python 3. 4. Auflage, Hanser Verlag, 2021.